Die Wiege der Zivilisation

Keine Gesellschaft ohne Landwirtschaft

Die Gesellschaft wie wir sie heute kennen bildete sich aus den ersten Anfängen landwirtschaftlicher Kultur vor rund 11.000 Jahren im sogenannten Fruchtbaren Halbmond (Ein Gebiet im Nahen Osten).

Die neolithische Revolution – Der Übergang vom Nomadentum zum Ackerbau markiert einen wichtigen Wendepunkt der Menschheitsgeschichte. Die Natur wurde „gezähmt“ sie wurde kultiviert und urbar gemacht. Tiere wurden domestiziert und Menschen fanden sich in immer größeren Sippen zusammen. Erste Dorfgemeinschaften brachten die Notwendigkeit der Verteilung von Gütern – der Mensch spezialisierte sich auf bestimmte Teilbereiche des Lebens.

Landwirtschaft im Laufe der Zeit

Während früher ein Bauer noch 1949 im Schnitt 10 Menschen ernährte sind es heute 145. Gleichzeitig ist die Zahl der Landwirte von fast 5 Millionen auf  650.000 im Jahr 2013 gefallen. Das bedeutet, das die Landwirte früher etwa 24 % der Bevölkerung ausgemacht haben, während sie heute bei unter 2 % liegen.
Natürlich ist die Steigerung der Effizienz und Produktivität der letzten 70 Jahre enorm. Auch die Gründung der Montanunion aus der später die EU entstand, hatte die Stärkung der Landwirtschaft und die gesicherte Produktion von Lebensmitteln für alle im Fokus.

Unsere Klimabilanzen bewegen sich im Rahmen „von der Wiege bis zum Hoftor“. Des Weiteren schließen unsere CO2-Rechner neben den Emissionen, welche direkt auf dem Betrieb anfallen, auch die sogenannten Rucksack – Emissionen mit ein. Rucksackemissionen fallen andernorts, wie zum Beispiel bei der Herstellung von Düngemitteln oder Saatgut an und sind ebenfalls Teil unserer Klimabilanz.

Bei den Zeitgrenzen geht es um den zeitlichen Rahmen wie zum Beispiel das Wirtschaftsjahr oder das Kalenderjahr. Die räumlichen Grenzen stecken den räumlichen Rahmen ab. So machen unsere Bilanzierungsprogramm an Ländergrenzen nicht halt. Fallen Emissionen, zum Beispiel für ein Betriebsmittel wie Kraftfutter, im Ausland an, fließen diese in die Bilanz mit ein.

Hier wird deutlich, dass die Vergleichbarkeit von C02-Fußabdrücken verschiedener Klimabilanzen schwierig ist. Eine Vergleichbarkeit ist nur dann gegeben, wenn der Rahmen (also die verschiedenen Grenzen) identisch ist.

Spezialisierung versus Entkopplung

Um noch produktiver zu werden wurden die landwirtschaftlichen Betriebe immer größer und entkoppelten Ihren Ackerbau von der klassischen Viehzucht

In aller Regel sind die CO2-Fußabdrücke, welche sich auf die Fläche beziehen, bei ökologisch wirtschaftenden Betrieben besser als bei den konventionell wirtschaftenden Betrieben.
Schaut man sich Klimabilanzen an, die als Bezugsgröße die Produktmenge annehmen, liegen wiederum die konventionell wirtschaftenden Betriebe vorn.

An dieser Stelle ist es uns sehr wichtig zu erwähnen, dass wir das gemeinsame Problem des Klimawandels und der damit verbundenen Auswirkungen nur gemeinsam lösen können.
Wir brauchen einen Schulterschluss zwischen ökologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben und keine Distanzierung.
Am Ende verbindet uns die Liebe zu unserer Arbeit und der Landwirtschaft.

Der Supermarkt - wirklich so Super?

Im Gegensatz zu dem CO2-Fußabdruck gibt es auch noch den ökologischen Fußabdruck.
Zusammenhang ist, dass die Erde nur über begrenzte natürliche Ressourcen verfügt.
Jeder Mensch benötigt Äcker und Weiden zur Produktion seiner Nahrung, Fahrzeuge und Straßen, Flächen zum Wohnen und Produktionsstätten für Konsumartikel. Nicht zuletzt muss alles nach Gebrauch auch wieder entsorgt werden. Wieviel Fläche jeder von uns verbraucht, hängt von unserem Konsumverhalten und unseren alltäglichen Gewohnheiten ab.

Der Ökologische Fußabdruck wird in Global Hektar (gha / 1ha = 10.000 m2) gemessen und gibt an, wieviel an biologisch produktiv nutzbarer Fläche jemand beansprucht. Alles, was wir benutzen kann in dafür benötigte Fläche umgerechnet werden. Dazu haben der Kanadier William Rees und der Schweizer Mathis Wackernagel das Modell des Ökologischen Fußabdrucks entwickelt. Wenn man die biologisch nutzbare Fläche – also Ackerland, Weideland, Wald und für den Fischfang genutzte Gewässer – auf die Erdbevölkerung aufteilt, entfallen auf jeden Menschen etwa 1,5 gha.

Der Ressourcenverbrauch der Menschen ist sehr unterschiedlich, je nachdem in welcher Region der Welt sie leben. Der durchschnittliche Österreicher hinterlässt einen Abdruck von 6,0 gha. Das heißt, wenn alle sieben Milliarden Menschen so leben würden wie wir, bräuchten wir die Ressourcen vierer Planeten Erde. Ein US-Amerikaner hinterlässt einen Fußabdruck von 8,1 gha, ein Franzose 4,4 gha. Ein Einwohner von Sambia kommt mit 0,9 gha aus, ein Kameruner mit 1,4 gha. (Quelle: data.footprintnetwork.org)

Du kannst deinen Ökologischen Fußabdruck online selbst berechnen und mit den Antworten auf einfache Fragen zu deinem Lebensstil feststellen, in welchem Ausmaß du die Umwelt beanspruchst. Das Ergebnis liefert auch konkrete Vorschläge und Empfehlungen, wie du durch Verhaltensänderung im Alltag deinen Wert verbessern und nachhaltiger leben kannst.

Hier geht´s zum Rechner: www.mein-fußabdruck.at

Text über ökologischen Fußabdruck: www.meineenergie.tv

Unsere Super-Macht als Bürger

Hier daruaf eingehen das es an uns liegt die Transformation anzugehen und mit zu bestimmen – lokal einkaufen richtig informieren und entscheidungen treffen

Kehrtwende jetzt

Bild von Özdemir – wir müssen uns wieder auf den Ursprung besinnen und Landwirte – die Wiege unserer Zivilisation wieder mehr schätzen lernen