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Klimagipfel in Zeiten globaler Krisen

Seit 1995 treffen sich die Regierungsoberhäupter der Erde um gemeinsam klimapolitische Aktivitäten abzustimmen und die Finanzierung von Klimaschutz und Anpassung im globalen Süden zu besprechen, da hier die Auswirkungen des Klimawandels noch stärker spürbar werden. Dieses Jahr ist der 27.Gipfel dieser Art – zu Gast in der Bucht des Scheichs (Scham El Schaich) in Ägypten.

Bestimme müssen hier einstimmig gefällt werden. Neben den Vertretern der Regierung sind auch einige Nicht-Regierungsorganisationen wie Greenpeace und Vertreter der Presse eingeladen, sodass bis zu 50.000 Teilnehmende zusammenkommen.
Beim letzten Klimagipfel 2021 in Glasgow (Schottland) wurde einstimmig beschlossen, dass fast 200 Länder die Erwärmung der Erde auf 1,5 °C begrenzen wollen. Schon damals war die Diskussion um den Ausstieg aus Kohle als Energieträger eine hitzige Debatte, welche am Schluss an Indien und China gescheitert ist.
Ebenso wurden auch Abstriche bei den Hilfsgeldern für den globalen Süden gemacht, welcher seit mehreren Jahren Ausgleichszahlungen für die dort stärker auftetenden Folgen des Klimawandels fordert. Doch wie viel davon wird einJahr später in die Tat umgesetzt? Klar ist: Gerade der Ausstieg aus der Kohle ist mit das „härteste Brett“ das es zu Bohren gilt. Die Umsetzung der beschlossenen Ziele gehen aus Sicht der Wissenschaftler viel zu langsam.

Gerade mit der Krise in der Ukraine liegen die ökonomischen Beweggründe rund um das Thema Energie vor den klimapolitischen.

In den letzten 27 Jahren wurden viele Beschlüsse gefasst. Allerdings wurden Vereinbarungen wie das Kypto Protokoll 1997 teils nicht von allen Ländern ratifiziert (bestätigt) und die Debatte um den Klimawandel wurde immer wieder von Seiten der Gas- und Öl- Lobby flankiert mit Vorwürfen, dass der Klimawandel nicht menschengemacht sei.
Erst 2015 – mit dem Vertrag von Paris wurde ein Dokument unterzeichnet das alle großen Länder feste Umweltziele erarbeiten und jährlich überprüfen lässt.

Auch heute, 7 Jahre später stellen Klimaforscher weiterhin steigende Emissionen der globalen Kohlendioxid Konzentration fest. Deutschland steht vor allem in der Kritik die Reduktionsziele für den Verkehrssektor nicht eingehalten zu haben. Der Ausbau von erneuerbaren Energien läuft mit der neuen Regierung dennoch wesentlich schneller als Zuvor, sodass unser Ziel bis 2030 mindestens 80% aus erneuerbaren Energieträgern zu gewinnen greifbarer wird.

In jeder Krise steckt auch eine Chance!

So haben wir im Technik Sektor in der Corona Pandemie Zeit schmerzlich erkennen müssen was es heißt abhängig vom Ausland zu sein. Genauso erkennen wir seit den furchtbaren Ereignissen in der Ukraine was es für den Energiesektor heißt abhängig zu sein.
In diesem Sinn liegt die Hoffnung nahe, dass sich Europa für die Zukunft neu und besser aufstellt und alles daran setzt mehr Unabhängigkeit von globalen Handels- und Energieströmen zu erlangen.

Für Mehr Informationen zum aktuellen Gipfel in Scharm El-Scheich gibt es hier die Nachrichten der Tagesschau und hier ein Youtube Livestream ab Samtstag den 19.November um 17:00 Uhr

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